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Abstract

Musik ist ein wichtiger Teil jedes Films, weil Musik die Emotionen der Zuschauer so stark manipulieren kann. Es gibt wenig Musik in Julian Pölslers Film, Die Wand, aber die Musik, die es gibt, ist wichtig, weil sie eine unerwartete Tiefe in den Film bringt. Der Film beginnt mit einem fröhlichen Popsong, darauf folgen verschiedene Klänge, die sich im Film wiederholen und die ich hier als „Musik“ lese und analysiere. Schließlich gibt es wiederholt Stücke der Partita Nummer Zwei für Violine von J. S. Bach. Diese Musikbeispiele drücken das zentrale Filmthema der Selbstisolation aus. Wegen des Popsongs zu Beginn merken die Zuschauer, dass sie genau auf die Musik achten müssen, weil er wie ein Bild spricht und die Handlung kommentiert. Der Liedtext erzählt wortwörtlich, wie die Zuschauer die Szene verstehen sollen, weil es wenig Handlung in den Szenen gibt. Die Einleitung zeigt, dass die verschiedenen Musikformen des Films beabsichtigt sind, weil die Musik den Sinn der Szenen erklärt. Der Popsong und die Klänge sind wichtig für den Verständnishintergrund, aber die Stücke von Bach sind am wichtigsten, weil sie die Gefühle der Hauptperson durch den Kuleschow Effekt verdeutlichen.